Unicorns gewinnen 52:0 gegen Frankfurt Universe


Vor 2.234 Zuschauern durften die Schwäbisch Hall Unicorns am Samstag im OPTIMA Sportpark einen nie gefährdete 52:0-Erfolg gegen die Frankfurt Universe feiern. Dabei standen sie von Anfang an mit ihrer zweiten Garde auf dem Platz und brauchten eigentlich nur zwei Viertel für den Sieg: Im zweiten und dritten Viertel sammelten sie 49 der 52 Punkte.

Unicorns vs. Universe
Unicorns vs. Universe
Foto: Manfred Löffler

Das Verletzungspech der Schwäbisch Hall Unicorns will in diesem Jahr kein Ende finden. Am Samstag erwischte es den erst vor zwei Wochen als Backup für den aktuell ebenfalls verletzten Tyler Rutenbeck in Hall eingetroffenen Amerikaner Jake Parker. Im zweiten Viertel musste er mit einer Knieverletzung ausscheiden. Ausfallzeit noch ungewiss. „Es ist unglaublich und frustrierend“, sagt auch Halls Head Coach Jordan Neuman dazu. „Sowas wie in diesem Jahr haben wir in Sachen Verletzungen noch nie erlebt.“

Mit dem Spiel seiner Mannschaft insgesamt konnte Neuman aber sehr zufrieden sein. Von Anfang an setzte er überwiegend und teilweise wegen den vielen Verletzten zwangsweise auf seine Backup-Spieler. Mit Frankfurt Universe waren diese zunächst auf Augenhöhe, ab dem zweiten Viertel hatten sie ihre Gegner aber klar im Griff. So kam man im ersten Viertel nicht über ein 35-Yard-Fieldgoal von Tim Stadelmayr hinaus, danach wurden die Unicorns ihrer Favoritenrolle aber voll gerecht und am Ende hatten sieben verschiedene Spieler sieben Touchdowns erzielt.

Im zweiten Viertel war es zunächst der wenig später verletzte Jake Parker, der einen 34-Yards-Pass von James Slack zum Touchdown und damit zur 10:0-Führung (alle PAT Tim Stadelmayr) nutzte. Ihm folgte Benjamin Spiess, der den Ball nach einem abgeblockten Universe-Pass aus der Luft fischen und zum 17:0 über 30 Yards in die Frankfurter Endzone tragen konnte.

Während sich die Frankfurter weiterhin immer nach wenigen Versuchen per Befreiungskick vom Ball trennen mussten, sammelten die Haller weiter fleißig Punkte. Ein 39-Yards-Pass von Slack auf Sebastian Kurrer und wenig später ein weiterer Slack-Pass über 5-Yards- auf Lucas Schäfer sorgten für einen bereits deutlichen 31:0-Halbzeitstand.

Mit Theodore Michael Landers, Luca Rüdiger und Jonas Lohmann setzten die Gäste am Samstag drei verschiedene Spielmacher ein. Mit keinem von ihnen waren sie aber in der Lage, die schnelle und agile Haller Defense in Bedrängnis zu bringen. Lediglich Landers konnte mit mehreren raumgreifenden Läufen starke Akzente setzten, für Frankfurter Punkte konnte aber auch er nicht sorgen.

Anders die Unicorns, die nach der Pause nur einmal punten mussten, danach aber dort weitermachten, wo sie in ersten Halbzeit aufgehört hatten. Slack bediente Luca Hirschberger über 47 Yards zum 38:0 bevor Niclas Lux einen Frankfurter Pass abfangen konnte und damit auch die Haller Defense erneut gut in Szene setzte. Ein Slack-Pass über 32 Yards auf Pius Prosinecki markierte das 45:0 und nur 17 Sekunden später gelang Timothy Schürmann der zweite Haller Pick-Six an diesem Tag: Schürmann angelte sich einen Frankfurter Pass aus der Luft und trug ihn über 32 Yards zum 52:0.

Der Rest des Spiels war geprägt vom Clock-Management der Unicorns. Mit vielen kurzen Läufen nahmen sie die Zeit von der Uhr und am Ende ließen sie die letzten anderthalb Minuten an der Frankfurter 9-Yard-Linine mit der Victory-Formation ablaufen.

Es freut mich besonders, dass unsere sieben Touchdowns von sieben verschiedenen Spielern gemacht wurden“, sagte Jordan Neuman nach dem Spiel. „Das passiert im Football nicht oft.“ Neuman betonte, wie wichtig ihm der Einsatz seiner Backup-Spieler ist: „Zum einen arbeiten diese Jungs das ganze Jahr über genauso hart wie alle anderen und haben es sich damit auch verdient, Spielzeit zu bekommen. Zum anderen ist es für sie aber auch wichtig ein Spiel von Anfang an zu bestreiten und nicht erst dann, wenn es womöglich schon entschieden ist.“

Zuschauer: 2.234

Die Punkte für Hall erzielten: Tim Stadelmayr (10), Jake Parker (6), Benjamin Spiess (6), Sebastian Kurrer (6), Lucas Schäfer (6), Luca Hirschberber (6), Pius Prosinecki (6) und Timothy Schürmann (6).

Viertelergebnisse: 3:0 / 28:0 / 21:0 / 0:0 / Final: 52:0

Alle Punkte:
3:0 – Tim Stadelmayr – 35-Yard-Fieldgoal
10:0 – Jake Parker – 34-Yard-Pass von James Slack (PAT Tim Stadelmayr)
17:0 – Benjamin Spiess – 30-Yard-Interception-Return (PAT Tim Stadelmayr)
24:0 – Sebastian Kurrer – 39-Yard-Pass von James Slack (PAT Tim Stadelmayr)
31:0 – Lucas Schäfer – 5-Yard-Pass von James Slack (PAT Tim Stadelmayr)
38:0 – Luca Hirschberber – 47-Yard-Pass von James Slack (PAT Tim Stadelmayr)
45:0 – Pius Prosinecki – 32-Yard-Pass von James Slack (PAT Tim Stadelmayr)
52:0 – Timothy Schürmann – 32-Yard-Interception-Return (PAT Tim Stadelmayr

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